← Blog · Grading und Pflege
PSA Pop Report: wie du die Population liest und was sie bedeutet
Was der PSA Pop Report zeigt, wo du ihn findest und wie du Population und Pop Higher liest, mit drei Beispielen von Glurak bis Pikachu Illustrator.
Der PSA Pop Report zählt, wie viele Exemplare einer Karte PSA in jeder Note benotet hat. Das Lexikon von PSA nennt ihn kurz die benotete Population einer Karte. Gezählt wird laut PSA seit der Gründung 1991, und die Zahlen werden täglich fortgeschrieben. Für Käufer und Verkäufer ist das die wichtigste Angabe neben dem Preis: Sie zeigt, wie selten eine Note wirklich ist. Ein Glurak der ersten Edition gibt es zum Beispiel 123-mal in PSA 10, den Pikachu Illustrator genau einmal.
Dieser Ratgeber zeigt, wo du den Pop Report findest, wie du ihn liest, was die Zahlen über den Preis sagen und wo sie täuschen können. Was die Noten selbst bedeuten, steht in PSA Grading in Deutschland.
Wo du den PSA Pop Report findest
Den vollständigen Pop Report zeigt PSA auf psacard.com nach der Anmeldung mit einem Konto. Seit einer Umstellung im Mai 2018 suchst du dort wie in einer Suchmaschine nach Jahr, Set und Motiv. Kostenlos ist der Report seit dem 17. Januar 2012, davor kostete er laut PSA 39,95 US-Dollar im Jahr.
Zwei Wege führen auch ohne Anmeldung zu den Zahlen einer einzelnen Karte:
- Die Zertifikatsseite. Gibst du die Nummer vom Etikett eines Slabs in die Zertifikatssuche von PSA ein, zeigt die Seite neben Karte und Note auch „Population“ und „Pop Higher“ für genau diese Note.
- Die CardFacts-Seiten. PSA führt zu vielen Karten eine eigene Seite mit der Verteilung über alle Noten.
Wie du eine Zertifikatsnummer prüfst und woran du ein gefälschtes Etikett erkennst, steht in PSA-Karten kaufen.
So liest du den Pop Report
Je Karte gibt es eine Zeile, je Note eine Spalte. Drei Begriffe brauchst du:
- Population (Pop): wie viele Exemplare genau diese Note haben. „Pop 1“ heißt: Es gibt ein einziges Exemplar in dieser Note.
- Pop Higher: wie viele Exemplare eine höhere Note haben. Bei einer PSA 10 ist sie immer 0. Das Glossar von PSA führt sie ausdrücklich als Kennzahl.
- Auth: echt, aber nicht benotet, etwa weil die Karte beschnitten oder verändert wurde.
Daraus rechnest du die zwei Werte, auf die es ankommt: den Anteil der Spitzennote an allen benoteten Exemplaren und den Abstand zwischen 9 und 10. Ist die 10 selten und die 9 häufig, liegt zwischen den beiden Noten meist ein großer Preissprung.
Drei Karten, drei Geschichten
Die Zahlen aus den CardFacts- und Zertifikatsseiten von PSA, Stand Oktober 2026:
| Karte | PSA 10 | PSA 9 | geprüft gesamt (mit Note) | belegter Preis in PSA 10 |
|---|---|---|---|---|
| Glurak, Base Set, erste Edition, Nr. 4 | 123 | 727 | rund 5.700 (5.653) | 1.000.952,84 US-Dollar (September 2026) |
| Pikachu Illustrator, japanische Preiskarte 1998 | 1 | 15 | rund 58 (rund 48) | 16.492.000 US-Dollar (Februar 2026) |
| Nachtara-VMAX 215/203, Drachenwandel | 21.917 | – | – | 3.400 bis 3.800 US-Dollar (2026) |
Quellen der Zahlen: CardFacts von PSA für Glurak und Pikachu Illustrator, für Nachtara-VMAX eine Zertifikatsseite. Die Preise stehen mit Quelle in Glurak-Karte Wert, Pikachu-Karten Wert und Nachtara-Karte Wert.
Glurak: Von rund 5.700 geprüften Exemplaren tragen 5.653 eine Note, 123 davon die 10, gut 2 Prozent. Auf jede 10 kommen fast sechs Exemplare in PSA 9. Genau diese Knappheit an der Spitze erklärt, warum zwischen 9 und 10 bei dieser Karte ein Vielfaches liegt.
Pikachu Illustrator: PSA hat nur rund 58 Exemplare geprüft, rund 48 davon mit Note, und ein einziges ist eine 10. Hier ist die Population selbst die Geschichte: Ein Pop 1 in der höchsten Note bei der bekanntesten Pokémon-Karte überhaupt ist der Grund für den Rekordpreis.
Nachtara-VMAX, genannt Moonbreon: Die Zertifikatsseite zeigt über 21.900 Exemplare in PSA 10, und der Preis hält sich trotzdem. Im Juni 2026 waren es laut einem Bericht von Sports Illustrated noch 19.736, bis Ende Oktober kamen also über 2.100 hinzu. Eine hohe Population senkt den Preis nicht automatisch, wenn die Nachfrage mitwächst. Sie macht ihn aber anfälliger, sobald die Nachfrage nachlässt.
Wo der Pop Report täuschen kann
PSA selbst weist in einem Marktbericht darauf hin, dass eine niedrige Population auch daher kommen kann, dass nur wenige Sammler eine Karte einschicken. Eine kleine Zahl heißt dann nicht, dass die Karte selten ist, sondern dass sie selten benotet wird. Drei weitere Punkte beim Lesen:
- Neue Karten wachsen schnell. Bei einem aktuellen Set steigt die Population noch Monate nach dem Erscheinen. Eine Pop von heute ist bei moderner Ware eine Momentaufnahme.
- Fassungen wurden früher nicht immer getrennt. Laut einem Beitrag auf psacard.com hat PSA Varianten in älteren Daten nicht durchgehend unterschieden. Bei alten Karten lohnt der Blick, ob eine Zeile wirklich nur die gesuchte Fassung zählt.
- Der Report zählt nur PSA. Exemplare bei BGS, CGC oder anderen Diensten fehlen, und ungegradete Karten sowieso. Wie Beckett benotet, steht in Beckett Grading, wie CGC benotet, in CGC Grading in Deutschland.
Was der Pop Report beim Verkaufen bringt
Wer eine gegradete Karte verkauft, nennt die Population am besten gleich mit. Eine PSA 9 mit Pop Higher 0, also eine Karte, die es in keiner höheren Note gibt, ist ein starkes Argument. Ein Pop 1 in einer hohen Note ebenso. Bei Slabhit zeigst du das Etikett vor der Kamera, die Bieter prüfen die Zertifikatsnummer, und der Preis entsteht in Echtzeit. Verkaufen kostet 5 Prozent Plattformgebühr vom Verkaufspreis und keine Einstellgebühr, dazu kommt die Zahlungsgebühr von Stripe. Unsere Live-Auktionen laufen in der Slabhit App, die Termine stehen unter slabhit.de/live.
Vor dem Einschicken hilft der Report bei der Rechnung, ob sich Grading lohnt: Wie viele Exemplare schaffen die 10, und was zahlt der Markt für 9 und 10? Die Rechnung steht in Pokémon-Karten graden lassen: wann es sich lohnt.
Häufige Fragen zum PSA Pop Report
Was ist der PSA Pop Report?
Der Population Report von PSA. Er zählt für jede Karte, wie viele Exemplare PSA in jeder Note benotet hat, seit 1991 und täglich aktualisiert.
Ist der PSA Pop Report kostenlos?
Ja, seit dem 17. Januar 2012. Den vollständigen Report zeigt PSA auf psacard.com nach der Anmeldung, die Zahlen einzelner Karten stehen auch auf den Zertifikats- und CardFacts-Seiten.
Was bedeutet Pop 1?
Dass es genau ein Exemplar der Karte in dieser Note gibt. Bei einer hohen Note ist das ein Verkaufsargument, weil kein zweites Exemplar dieselbe Note trägt.
Was ist Pop Higher?
Die Zahl der Exemplare mit einer höheren Note als der angezeigten. Bei einer PSA 10 ist sie immer 0, bei einer PSA 9 zeigt sie, wie viele Zehner es gibt.
Wie viele Glurak der ersten Edition gibt es in PSA 10?
123 laut CardFacts von PSA, Stand Oktober 2026, von 5.653 Exemplaren mit Note. In PSA 9 sind es 727.
Sinkt der Preis, wenn die Population steigt?
Nicht automatisch. Nachtara-VMAX aus Drachenwandel hat über 21.900 Exemplare in PSA 10 und hält seinen Preis, weil die Nachfrage mitwächst. Ohne diese Nachfrage drückt eine wachsende Population den Preis.
Kurz gesagt
Der PSA Pop Report zeigt, wie viele Exemplare einer Karte es in jeder Note gibt. Entscheidend sind der Anteil der 10 und der Abstand zur 9: Beim Glurak der ersten Edition schaffen gut 2 Prozent der benoteten Exemplare die 10, beim Pikachu Illustrator gibt es genau eine. Lies die Zahl immer mit der Nachfrage zusammen und denk daran, dass sie nur PSA zählt und bei neuen Karten weiter wächst.
Stand: 26. Oktober 2026.
Hinweis: Bei diesem Beitrag haben uns KI-Werkzeuge unterstützt, einzelne Bilder sind mit KI bearbeitet. Inhalt und Aussagen verantwortet das Slabhit-Team.


