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Karten lagern und versenden, ohne sie zu ruinieren

Hülle, Toploader, Team Bag, Karton. Wie du Karten aufbewahrst und so verschickst, dass sie ankommen wie sie losgeschickt wurden.

Von , Geschäftsführer der The Agentics GmbH

Eine Karte verliert ihren Wert nicht beim Kauf, sondern in den Wochen danach. Falsch gelagert, schlecht verpackt, im heißen Auto vergessen: Der Zustand, für den jemand einen Aufpreis gezahlt hat, ist schneller weg, als man denkt. Hier steht, was wirklich hilft, und was man sich sparen kann.

Die vier Feinde

  • Licht. Sonnenlicht bleicht Farben aus, und zwar dauerhaft. Eine Karte, die ein Jahr am Fenster stand, ist erkennbar blasser als dieselbe Karte aus der Schublade.
  • Feuchtigkeit. Sie wellt den Karton und lässt die Oberfläche stumpf werden. Keller sind der schlechteste Ort, den man wählen kann.
  • Wärme. Über etwa 25 Grad beginnt sich Karton zu verziehen, besonders bei Folienkarten. Das Auto im Sommer ist ein Backofen.
  • Druck und Reibung. Der häufigste Schaden überhaupt: eine Karte, die lose in einem Stapel liegt und bei jedem Umsortieren an der Nachbarkarte schrammt.

Lagern: drei Stufen, je nach Wert

Bis etwa zehn Euro

Eine einfache Hülle reicht, und ein Ordner mit Taschen aus Kunststoff ohne Weichmacher. Achte darauf, dass die Taschen seitlich einführbar sind, dann fallen die Karten nicht heraus, wenn der Ordner kippt.

Bis etwa hundert Euro

Innenhülle plus fester Halter, in der Szene Toploader genannt. Die Innenhülle schützt vor Kratzern, der Halter vor Knicken. Beides zusammen kostet wenige Cent und verhindert den häufigsten Wertverlust.

Darüber

Ein verschraubter Halter oder gleich das Benoten durch einen Prüfdienst. Wann sich das rechnet, steht ausführlich in Grading: Wann sich das Benoten einer Karte lohnt.

Versenden: die Reihenfolge, die hält

  1. Karte in die Innenhülle, Öffnung nach unten.
  2. In den festen Halter schieben, nicht drücken. Klemmt es, ist der Halter zu klein.
  3. Den Halter mit einer Lage Klebeband verschließen, aber niemals das Klebeband auf die Karte oder die Innenhülle bringen.
  4. Alles zusammen in eine wasserdichte Hülle. Ein einfacher Druckverschlussbeutel genügt und rettet die Sendung, wenn das Paket im Regen steht.
  5. Zwischen zwei Lagen Pappe legen, mit Klebeband fixieren, dann in den Umschlag oder Karton.

Der häufigste Fehler beim Versand ist nicht zu wenig Verpackung, sondern zu viel loses Material: Eine Karte, die im Karton wandern kann, schlägt bei jedem Transportstoß an die Wand. Fest gepolstert und unbeweglich ist besser als dick und locker.

Was auf den Beleg gehört

Bei allem, was mehr als ein Taschengeld kostet, gehört eine Sendungsverfolgung dazu, und ab einem gewissen Wert auch eine Versicherung. Das ist keine Formalität: Ohne Nachweis über den Verbleib steht bei einem Streitfall Aussage gegen Aussage, und das verliert im Zweifel der Verkäufer.

Wer regelmäßig verschickt, legt sich eine feste Reihenfolge zurecht und macht ein Foto vom verpackten Stück, bevor der Umschlag zugeht. Zwei Sekunden Aufwand, die im Streitfall alles entscheiden.

Kurz gesagt

Dunkel, trocken, kühl und unbeweglich. Innenhülle plus fester Halter für alles, was mehr als ein paar Euro wert ist. Beim Versand lieber fest und flach als dick und locker, und immer mit Sendungsverfolgung.

Du verkaufst regelmäßig? Dann rede mit uns. Für die erste Generation von Verkäufern bauen wir die erste Show gemeinsam auf, inklusive Ablauf und Versandroutine.