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Pokémon-Karten-Auktion: Startpreis, Ablauf und Zuschlag

Pokémon-Karten versteigern: wie du den Startpreis setzt, wann Sofortkauf besser ist, ob die Auktion mit Sudden Death endet und was vom Zuschlag übrig bleibt.

Von , Mitgründer von Slabhit · · 9 Minuten Lesezeit

Zuschlag in der Slabhit App: Los 1, ein deutscher Booster Karmesin und Purpur 151, für 18 Euro verkauft, klassische Auktion, Bildschirmfoto aus der Opening Show am 15. September 2026

Eine Pokémon-Karten-Auktion entscheidet sich an zwei Stellen: am Startpreis und an den letzten zehn Sekunden. Wer seine Karten in einer Live-Show versteigert, legt vorher fest, wo ein Lot anfängt, wie lange die Uhr läuft und in welcher Reihenfolge die Items über den Tisch gehen. Alles andere macht das Publikum. Dieser Beitrag beschreibt die Verkäuferseite: wie du den Startpreis setzt, wann sich eine klassische Auktion gegen einen Festpreis lohnt und was vom Zuschlag am Ende bei dir ankommt.

Wie derselbe Abend von der anderen Seite aussieht, also aus der Sicht des Bieters, steht in So läuft eine Live-Auktion ab: von der Uhr zum Zuschlag. Was der Startpreis mit dem Wert der Karte zu tun hat, erklärt das TCG Journal in seiner Übersicht der Kartenwerte.

Wie eine Auktion aus Verkäufersicht abläuft

Du hältst die Ware in die Kamera und sendest an das Publikum der ganzen Plattform, nicht nur an deine eigenen Folger. Ein Lot ist dabei die kleinste Einheit, die zugeschlagen wird: eine Einzelkarte, ein Slab, ein Bundle oder ein ganzer Karton. Du legst das Lot an, bestätigst Titel und Startpreis, und sobald es live geht, läuft die Uhr. Fällt der Zuschlag, wandert das Lot in die Bestellung des Käufers, und du bist beim nächsten.

Der KI-Scanner nimmt dir den langweiligen Teil ab. Karte oder Slab vor die Kamera, der Scanner erkennt sie und schlägt Titel und Startpreis vor. Du tippst einmal, und das Lot steht. Für ganze Reihen gibt es Pipelines: Startpreis, Uhr und Format legst du vorher für zwanzig Einzelkarten in Masse anders fest als für drei Slabs, und musst dann in der Show nicht mehr nachdenken.

Den Startpreis festlegen

Der Startpreis ist keine Preisschätzung, sondern eine Einladung. Er soll so niedrig sein, dass mehrere Leute mitgehen, und so hoch, dass du bei einem einzigen Bieter nicht unter die Schmerzgrenze fällst. Die Faustregel in Live-Shows: ungefähr die Hälfte dessen, was du erwartest, bei seltenen Items eher ein Drittel. Zwei Bieter, die sich hochschrauben, holen den Rest.

Ein Beispiel aus unserer Opening Show am 15. September 2026: Ein deutscher Booster aus dem Set Karmesin und Purpur 151 wurde für 18 Euro zugeschlagen, als klassische Auktion. Der Startpreis lag deutlich darunter, und erst die letzten Gebote haben den Preis gemacht. Was in diesem Set steckt, steht in Pokémon 151: Karten, Chase-Karten und was ein Display kostet.

Bei gegradeten Karten hast du einen harten Anker, weil die Note den Zustand festschreibt. Eine PSA 10 startet anders als dieselbe Karte in PSA 8, und das Publikum weiß das. Was eine Note am Markt bedeutet, steht in PSA 10 bei Pokémon-Karten: was die Höchstnote wirklich wert ist. Bei rohen Karten übernimmt deine Beschreibung diese Rolle, und je genauer sie ist, desto weniger Rückfragen kommen im Chat. Wie das geht, steht in Zustand richtig beschreiben: der Unterschied zwischen Vertrauen und Rückläufer.

Die Uhr und das Ende der Auktion

Die Uhr läuft zehn bis sechzig Sekunden, und du entscheidest je Lot, wie lang. Kurze Uhren halten das Tempo hoch und passen zu Masse: zwanzig Einzelkarten in zehn Minuten sind kein Problem. Lange Uhren passen zu teuren Items, bei denen Leute erst rechnen, bevor sie bieten.

Dazu kommt Sudden Death. Du legst je Lot fest, ob die Auktion damit endet: Kommt in den letzten Sekunden noch ein Gebot, verlängert sich die Zeit, und das Lot geht erst weg, wenn wirklich niemand mehr nachlegt. Bei begehrten Items bringt das den Preis nach oben, weil niemand durch eine ablaufende Uhr aus dem Rennen fällt. Bei Massenware kostet es Zeit, die du für zehn weitere Lots brauchst.

Auktion oder Sofortkauf

Nicht jedes Item gehört in eine Auktion. Mit Sofortkauf steht ein Lot zum Festpreis in deiner Show, und wer zuerst tippt, bekommt es. Das lohnt sich bei Ware, deren Preis bekannt ist und bei der eine Auktion nur den Abend aufhält: versiegelte Bundles, aktuelle Displays, Zubehör.

Die Auktion lohnt sich dort, wo der Preis offen ist. Vintage, Slabs mit hoher Note, japanische Karten, alles, bei dem zwei Sammler unterschiedlich rechnen. Der Unterschied zwischen versiegelter Ware und Einzelkarten ist dabei größer, als er klingt, und steht in Versiegelte Ware oder Einzelkarte: was für wen sinnvoll ist.

Was du anbietest Format Uhr Warum
Einzelkarten in MasseAuktion10 bis 20 SekundenTempo, viele Lots je Abend
Slab mit hoher NoteAuktion mit Sudden Death30 bis 60 SekundenPreis ist offen, Bieter brauchen Zeit
Vintage ohne NoteAuktion mit Sudden Death30 bis 60 SekundenZustand wird im Chat besprochen
Versiegeltes BundleSofortkaufentfälltPreis ist bekannt, hält den Abend nicht auf
Aktuelles DisplaySofortkaufentfälltMarktpreis liegt offen

Die Tabelle ist ein Vorschlag. Ob ein Lot als Auktion oder Sofortkauf läuft, wie lang die Uhr ist und ob die Auktion mit Sudden Death endet, legst du für jedes Lot selbst fest.

Die Reihenfolge deiner Items

Eine Show ist eine Dramaturgie, keine Liste. Die ersten Lots sind billig und schnell, weil sie das Publikum sammeln sollen, solange noch Leute dazukommen. Das beste Item kommt nicht zuerst: Wer um 20 Uhr das Glanzstück versteigert, verkauft es an die zwölf Leute, die schon da sind.

Setze es in die Mitte oder ins letzte Drittel, wenn die Zuschauerzahl ihren Höchststand hat, und kündige es vorher an. Danach lässt du die Show nicht abrupt enden, sondern baust zwei oder drei mittlere Lots hinterher, damit die Leute bleiben. Jede Show hat ihren eigenen Link für Instagram oder WhatsApp, und wenn du vorher Bescheid sagst, kündigen wir sie per Push-Nachricht an.

Was vom Zuschlag übrig bleibt

Verkaufen kostet 5 Prozent Plattformgebühr vom Verkaufspreis und keine Einstellgebühr, dazu kommt die Zahlungsgebühr von Stripe. Unsere Live-Auktionen laufen in der Slabhit App, die Termine stehen unter slabhit.de/live.

Die Plattformgebühr wird vom Verkaufspreis berechnet, nicht vom Versand, und sie fällt erst an, wenn der Zuschlag bezahlt ist. Bleibt ein Lot unverkauft, zahlst du nichts. Stripe behält seine Gebühr automatisch von der Auszahlung ein und nimmt für Standardkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum 1,5 Prozent plus 0,25 Euro je Zahlung, für Premiumkarten 2,8 Prozent plus 0,25 Euro, Stand 30. August 2026. Gerechnet mit diesen Sätzen und einer Standardkarte sieht ein Zuschlag so aus:

Zuschlag Plattformgebühr Stripe Deine Auszahlung Gebührenanteil
20,00 Euro1,00 Euro0,55 Euro18,45 Euro7,75 Prozent
100,00 Euro5,00 Euro1,75 Euro93,25 Euro6,75 Prozent
500,00 Euro25,00 Euro7,75 Euro467,25 Euro6,55 Prozent

Der feste Anteil von 0,25 Euro je Zahlung fällt bei kleinen Lots stärker ins Gewicht als bei großen. Das ist ein Argument dafür, Kleinkram zu Lots zusammenzufassen statt jede Karte für zwei Euro einzeln zu versteigern. Ab dem 1. Januar 2027 senkt dein Slab-Level die Prozent, die Zahlungsgebühr von Stripe bleibt daneben bestehen. Alle Konditionen stehen offen unter Gebühren.

Nach dem Zuschlag

Mit dem Zuschlag ist der Verkauf noch nicht fertig, aber der schwierige Teil ist vorbei. Unter app.slabhit.de liegen nach der Show deine Pakete fertig sortiert, eines je Käufer. Wer zehn Lots gewinnt, ist bei dir ein Vorgang und zahlt den Versand einmal.

Das Porto hat der Käufer schon beim Kauf bezahlt. Du tippst auf „Label erstellen“, druckst, klebst und gibst ab. Beim Packen hakst du jedes Lot ab und fotografierst das fertige Paket, damit später niemand rät, was drin war. Der ganze Weg vom Zuschlag bis zur Haustür steht in Von der Show zum Paket: was nach dem Zuschlag passiert, und wie du die Ware vorher richtig schützt, in Karten lagern und versenden, ohne sie zu ruinieren.

Die vier häufigsten Fehler beim Versteigern

Der erste: Startpreis zu hoch. Ein Lot, das bei 80 Prozent des erwarteten Preises anfängt, bekommt oft kein einziges Gebot, und ein Lot ohne Gebot verkauft sich auch beim zweiten Versuch schlechter.

Der zweite: alles in eine Auktion. Zwanzig versiegelte Bundles einzeln zu versteigern kostet eine Stunde, die du besser in zehn gute Lots steckst. Der dritte: das Glanzstück zu früh. Der vierte: eine Beschreibung, die den Zustand schönt. Ein Rückläufer kostet dich mehr als die zehn Euro, die die ehrliche Angabe gekostet hätte. Wenn du gerade anfängst, hilft Pokémon-Karten verkaufen: Preis, Zustand und Wege beim Einstieg, und unter Verkäufer werden steht, was du für die erste eigene Show brauchst.

Häufige Fragen zur Pokémon-Karten-Auktion

Wie hoch setze ich den Startpreis für eine Pokémon-Karte?

Als Richtwert etwa die Hälfte des Preises, den du erwartest, bei seltenen Items ein Drittel. Der Startpreis soll mehrere Bieter ins Rennen bringen, nicht den Endpreis vorwegnehmen. Bei gegradeten Karten gibt die Note den Anker, bei rohen Karten deine Beschreibung.

Was kostet es mich, eine Karte zu versteigern?

5 Prozent Plattformgebühr vom Verkaufspreis und keine Einstellgebühr, dazu die Zahlungsgebühr von Stripe. Bei einem Zuschlag von 100 Euro bleiben dir 93,25 Euro. Bleibt ein Lot unverkauft, zahlst du nichts.

Kann ich ein Lot zum Festpreis anbieten statt zu versteigern?

Ja. Mit Sofortkauf steht ein Lot zum Festpreis in deiner Show, und wer zuerst tippt, bekommt es. Du entscheidest je Lot, ob es als Auktion oder als Sofortkauf läuft.

Was bedeutet Sudden Death bei einer Auktion?

Kommt in den letzten Sekunden noch ein Gebot, verlängert sich die Uhr, und das Lot geht erst weg, wenn niemand mehr nachlegt. Du legst je Lot fest, ob die Auktion so endet. Bei begehrten Items bringt das den Preis nach oben.

Wie lange läuft die Uhr für ein einzelnes Lot?

Zehn bis sechzig Sekunden, und du bestimmst die Länge. Kurze Uhren passen zu Einzelkarten in Masse, lange zu teuren Items, bei denen Bieter erst rechnen.

Wann versteigere ich mein bestes Item?

Nicht zuerst. Setze es in die Mitte oder ins letzte Drittel der Show, wenn die Zuschauerzahl am höchsten ist, und kündige es vorher an. Danach noch zwei oder drei mittlere Lots, damit die Leute bleiben.

Kurz gesagt

Eine Pokémon-Karten-Auktion lebt vom Startpreis, von der Uhr und von der Reihenfolge. Setze den Startpreis bei etwa der Hälfte deiner Erwartung an, gib teuren Items eine lange Uhr und schicke Massenware mit zehn Sekunden durch. Ob die Auktion mit Sudden Death endet, legst du für jedes Lot selbst fest. Versiegeltes gehört in den Sofortkauf, Offenes in die Auktion. Vom Zuschlag gehen 5 Prozent Plattformgebühr und die Zahlungsgebühr von Stripe ab, bei 100 Euro bleiben dir 93,25 Euro, und bei einem unverkauften Lot zahlst du nichts. Das beste Item kommt in die Mitte, nicht an den Anfang.

Stand: 29. Oktober 2026.

Hinweis: Bei diesem Beitrag haben uns KI-Werkzeuge unterstützt, einzelne Bilder sind mit KI bearbeitet. Inhalt und Aussagen verantwortet das Slabhit-Team.