← Magazin

AOG Grading: Kosten, Dauer und Notenskala im Überblick

AOG benotet Sammelkarten in Schwaig bei Nürnberg ab 23,90 Euro je Karte. Was Standard, Express und 24h kosten, wie die Note entsteht und wann sich AOG statt PSA lohnt.

Von , Geschäftsführer der The Agentics GmbH

Unterer Teil einer deutschen Pokémon-Karte, Schimmerndes Kabutops, im Slab: Attacken, Unterkante und beide Ecken der Karte im Gehäuse auf einem Holztisch.

AOG, ausgeschrieben Absolute Objective Grading, ist ein Grading-Dienst aus Schwaig bei Nürnberg. Er benotet Sammelkarten wie Pokémon, Yu-Gi-Oh!, Lorcana und One Piece und verschweißt sie in einem eigenen, in Deutschland gefertigten Gehäuse. Die günstigste Stufe kostet laut Preisliste von AOG 23,90 Euro je Karte und dauert rund 45 Arbeitstage, Unternoten inklusive. Bekannt ist AOG vor allem hierzulande: Laut Ahrefs suchen Nutzer in Deutschland rund 6.100 Mal im Monat nach „AOG Grading“, öfter als nach „PSA Grading“ mit rund 4.100 Suchen. Weltweit sind es für AOG 7.500 Suchen, gut vier Fünftel davon kommen also aus Deutschland.

Was kostet AOG Grading?

Der Preis hängt an zwei Dingen: wie schnell die Karte zurück sein soll und wie hoch du sie absicherst. Die Absicherung heißt bei AOG Value Guard. In der Stufe Standard sind 100 Euro je Karte im Preis enthalten, mehr buchst du dazu, bis 2.500 Euro. Wer eine Karte für 200 Euro einschickt, wählt also sinnvollerweise die Absicherung bis 250 Euro und zahlt 26,90 Euro.

Absicherung je Karte bis Standard, rund 45 Arbeitstage Express, höchstens 10 Arbeitstage 24h, höchstens 1 Arbeitstag
100 Euro23,90 Euro43,90 Euro99,90 Euro
250 Euro26,90 Euro46,90 Euro99,90 Euro
500 Euro36,90 Euro56,90 Euro99,90 Euro
1.000 Euro45,90 Euro66,90 Euro119,90 Euro
2.500 Euro86,90 Euroin Standard oder 24h159,90 Euro
5.000 Euroin 24hin 24h219,90 Euro

Die Preise stehen so in den Produktseiten von AOG für Standard, Express und 24h. Bei Express und 24h garantiert AOG die Frist ab dem Tag, an dem die Karte ankommt; beide Stufen vergibt AOG nach Kontingent, neue Plätze kündigt der Dienst für Montag, den 19. Oktober 2026, an. Ab 25 Grading-Aufträgen im Warenkorb rechnet AOG laut Fragen und Antworten automatisch einen Mengenrabatt ab. Den Rückversand innerhalb Deutschlands berechnet AOG laut Versandseite mit 6,99 Euro als DHL-Paket, versichert bis 500 Euro.

AOG, CGC und PSA: was eine Karte für 200 Euro kostet

Alle drei großen Wege stehen Sammlern in Deutschland inzwischen ohne Zoll offen. PSA nimmt seit dem 15. September 2026 Einsendungen in Frankfurt an, CGC benotet Sammelkartenspiele direkt in München, seit Januar 2026 in Vollzeit, und AOG sitzt bei Nürnberg. Für eine Karte mit 200 Euro Wert sieht die günstigste passende Stufe so aus, ohne Versand:

Grading einer Karte mit 200 Euro Wert, günstigste passende Stufe
CGC Economy, München
22,61 € Kartenwert bis 1.000 Euro, aktuell rund 50 Arbeitstage
AOG Standard, Schwaig
26,90 € Absicherung bis 250 Euro, rund 45 Arbeitstage
AOG Express, Schwaig
46,90 € Absicherung bis 250 Euro, höchstens 10 Arbeitstage
PSA Standard, Frankfurt
53,65 € 59,99 Dollar, Kartenwert bis 1.000 Dollar, 90 bis 100 Werktage

Preise der Anbieter, Stand 13. Oktober 2026: AOG, CGC Deutschland (inklusive Mehrwertsteuer) und PSA. Den Dollarpreis von PSA haben wir mit dem Referenzkurs der EZB vom 12. Oktober 2026 umgerechnet, 1,1181 Dollar je Euro.

Rechnet man nur die Gebühr, liegen AOG und CGC nah beieinander, beide bei etwa der Hälfte von PSA. Der größere Unterschied liegt in der Zeit: In der Stufe Standard ist eine Karte bei AOG rund doppelt so schnell zurück wie bei PSA. Was PSA in Frankfurt im Einzelnen anbietet, steht in PSA Grading Deutschland, den Weg nach München beschreibt unser Beitrag über CGC in München.

Wie AOG die Note berechnet

AOG legt seine Rechnung offen, und das ist der eigentliche Unterschied zu den großen amerikanischen Diensten. Laut der Beurteilungs-Skala von AOG zählen vier Unternoten mit festen Anteilen: Oberfläche 32 Prozent, Kanten 25 Prozent, Ecken 25 Prozent, Zentrierung 18 Prozent. Jede Unternote gibt es für Vorder- und Rückseite, und die beiden Seiten zählen unterschiedlich:

  • Oberfläche und Zentrierung: Vorderseite voll, Rückseite zu 70 Prozent.
  • Kanten und Ecken: Rückseite voll, Vorderseite zu 70 Prozent.

Jeder der acht Bereiche startet bei 100 Punkten, davon gehen die Abzüge ab. Danach wird jeder Bereich mit seinem Faktor gewichtet, von 1,26 für die Zentrierung der Rückseite bis 3,2 für die Oberfläche der Vorderseite, und die Summe durch 17 geteilt, die Summe aller Faktoren. Heraus kommt eine Gesamtzahl von höchstens 100.

Was das praktisch heißt, zeigt eine kleine Rechnung mit der Formel von AOG: Zehn Abzugspunkte für einen Kratzer auf der Vorderseite kosten die Gesamtzahl rund 1,9 Punkte. Dieselben zehn Abzugspunkte an einer Ecke der Vorderseite kosten rund 1,0 Punkte, an einer Ecke der Rückseite rund 1,5 Punkte. Wer seine Karte vor dem Einsenden prüft, sieht bei AOG also zuerst auf die Oberfläche der Vorderseite und auf Ecken und Kanten der Rückseite. Wie du eine Karte vorher säuberst, ohne ihr zu schaden, steht in Karten reinigen vor dem Grading.

Pristine, Black Label und Gem Mint bei AOG

Aus der Gesamtzahl wird das Etikett. Laut AOG gilt:

  • 100 Punkte: Pristine Black Label, eine Karte ohne jeden Abzug.
  • 99 und 98 Punkte: Pristine 10.
  • 97 bis 95 Punkte: Gem Mint 10.

Eine 10 ist bei AOG also nicht gleich eine 10. Wer eine AOG-Karte kauft, liest deshalb nicht nur die Zahl, sondern auch das Wort davor, und vergleicht die Unternoten, die AOG zu jeder Karte online zeigt. Fehler aus der Herstellung, etwa Druckfehler oder Einkerbungen aus der Verpackung, markiert AOG mit dem Zusatz MP auf dem Etikett. Das Gehäuse selbst wird laut AOG per Ultraschall verschweißt, das Etikett ist aus beschichtetem Kunststoff gelasert. Zur Wahl stehen zwei Farben, Weiß mit Schwarz und gebürstetes Chrom mit Weiß, zum selben Preis.

Einsenden bei AOG: so läuft es ab

  1. Bestellen. Du wählst im Shop Stufe und Absicherung je Karte. Die Daten der Karte musst du nicht eintragen, AOG erfasst sie beim Eingang.
  2. Verpacken. Jede Karte in eine Hülle und einen festen Halter. AOG bittet um ein kleines Paket ohne unnötige Füllung, mit wenig Klebeband und ohne Adresse oder Klarnamen im Inneren. Die Lieferadresse steht in der Bestellbestätigung. Wie man Karten sicher verschickt, steht in Karten lagern und versenden.
  3. Ankunft und Bearbeitung. AOG prüft das Paket auf Transportschäden, meldet den Eingang per Mail und zeigt den Stand jeder Bestellung in einer eigenen Statusübersicht. Seit Anfang 2026 ist die Nachfrage laut einer Mitteilung von AOG deutlich gestiegen, AOG baut seine Kapazität entsprechend aus.
  4. Rückversand. Die Karte kommt im versiegelten Slab zurück, mit Seriennummer und QR-Code auf der Rückseite des Etiketts.

Wer persönlich in Schwaig abgibt, bekommt Karten der Stufe 24h nach Terminabsprache noch am selben Tag zurück. Wer erst wissen will, ob sich das Einsenden lohnt, bucht das Pre-Grading für 8,90 Euro: eine Einschätzung in fünf Stufen, ohne Unternoten, nach rund zehn Arbeitstagen. Ob sich Grading für eine Karte überhaupt rechnet, steht in Grading: Wann sich das Benoten einer Karte lohnt.

Echtheit: was AOG mit Fälschungen macht

AOG benotet nur Originale. Stellt der Dienst eine Fälschung fest oder kann er die Echtheit nicht bestätigen, bekommt die Karte laut der Regel zu Fälschungen keine Note, die Gebühr wird trotzdem fällig, und die Karte geht zurück. Dasselbe gilt für Originale, an denen jemand gearbeitet hat: beschnittene Kanten, nachgefärbte Stellen, abweichende Maße. Prüf deshalb vorher selbst, mit den Schritten aus Gefälschte Pokémon-Karten erkennen.

Für dich als Käufer zählt der umgekehrte Weg: Jede AOG-Karte lässt sich über die Seriennummer oder den QR-Code in der Verification von AOG nachschlagen, mit Unternoten und Abzügen. Stimmen Karte, Note und Eintrag überein, ist das Gehäuse das, was es vorgibt. Worauf du beim Kauf eines Slabs sonst achtest, steht in PSA-Karten kaufen; die Prüfschritte gelten für jedes Etikett.

Wann AOG die richtige Wahl ist

AOG passt, wenn du schnell und günstig eine verlässliche Note willst, in Euro zahlst und deine Karten in Deutschland behalten oder verkaufen möchtest. Dazu kommt die offene Rechnung: Du siehst genau, wo deine Karte Punkte verloren hat. Für Karten, die du später international verkaufen willst, bleibt PSA das Etikett, das Käufer weltweit kennen. AOG ist auf Sammelkartenspiele ausgerichtet; welche Spiele und Serien angenommen werden, steht bei jedem Angebot im Shop. Wie sich die Etiketten der großen Dienste unterscheiden, steht in Karten graden lassen: PSA, BGS oder CGC im Vergleich.

Wer schon einen Slab eines anderen Dienstes hat und eine AOG-Note möchte, nutzt das Re-Grading ab 25,90 Euro. AOG öffnet dafür das fremde Gehäuse und benotet die Karte neu, mit eigenem Maßstab und offenem Ergebnis.

AOG-Slabs bei Slabhit kaufen und verkaufen

Bei Slabhit laufen benotete Karten mit ihrer Zertifikatsnummer, so wie der Dienst sie vergeben hat, und der Verkäufer zeigt jedes Item live vor der Kamera. Bei einem AOG-Slab heißt das: Du liest Seriennummer und Etikett im Bild, schlägst sie in der Verification nach und bietest erst dann. Verkaufen kostet 5 Prozent Plattformgebühr vom Verkaufspreis und keine Einstellgebühr, dazu kommt die Zahlungsgebühr von Stripe. Was übrig bleibt, rechnet dir die Seite Gebühren aus, bewerben kannst du dich unter Verkäufer werden. Unsere Live-Auktionen laufen jeden Tag in der Slabhit App.

Häufige Fragen zu AOG Grading

Was kostet AOG Grading?

In der Stufe Standard ab 23,90 Euro je Karte mit einer Absicherung bis 100 Euro, Unternoten inklusive. Express kostet ab 43,90 Euro, die Stufe 24h ab 99,90 Euro. Der Rückversand innerhalb Deutschlands kostet 6,99 Euro.

Wie lange dauert AOG Grading?

In der Stufe Standard rund 45 Arbeitstage ab Eingang der Karte. Express garantiert höchstens 10 Arbeitstage, 24h höchstens einen Arbeitstag. Express und 24h vergibt AOG nach Kontingent.

Wo sitzt AOG?

In Schwaig bei Nürnberg. Dort lassen sich Karten nach Terminabsprache auch persönlich abgeben.

Was ist der Unterschied zwischen Pristine 10 und Gem Mint 10 bei AOG?

Pristine 10 steht für 98 oder 99 von 100 Punkten, Gem Mint 10 für 95 bis 97 Punkte. Eine Karte ganz ohne Abzug bekommt das Pristine Black Label.

Wie prüfe ich, ob ein AOG-Slab echt ist?

Über die Seriennummer oder den QR-Code auf der Rückseite des Etiketts in der Verification von AOG. Der Eintrag zeigt Karte, Note und Unternoten; alles muss mit dem Slab in deiner Hand übereinstimmen.

Ist AOG günstiger als PSA?

Ja, deutlich. Für eine Karte mit 200 Euro Wert zahlst du bei AOG in der Stufe Standard 26,90 Euro, bei PSA in Frankfurt 59,99 Dollar, umgerechnet rund 53,65 Euro. AOG ist dabei auch schneller: rund 45 Arbeitstage gegenüber 90 bis 100 Werktagen.

Kurz gesagt

AOG benotet Sammelkarten in Schwaig bei Nürnberg ab 23,90 Euro je Karte, mit Unternoten, offen gelegter Formel und Gehäusen aus deutscher Fertigung. In Deutschland wird nach „AOG Grading“ öfter gesucht als nach „PSA Grading“. Die Note entsteht aus vier gewichteten Unternoten, am stärksten zählen die Oberfläche der Vorderseite und Ecken und Kanten der Rückseite. Für schnelle Noten in Euro ist AOG eine starke Wahl, für den internationalen Verkauf bleibt PSA das bekannteste Etikett.

Stand: 13. Oktober 2026. Preise, Fristen und Kontingente stammen von AOG und ändern sich. Prüfe vor dem Einsenden die aktuellen Grading-Angebote von AOG.

Hinweis: Bei diesem Beitrag haben uns KI-Werkzeuge unterstützt, einzelne Bilder sind mit KI bearbeitet. Inhalt und Aussagen verantwortet das Slabhit-Team.